INOSCENO - Internet und Open Source Center Nord

INOSCENO - Internet und Open Source Center Nord - Gut Körchow · Dorfstr.2 · 19243 Körchow

INOSCENO

Wir suchen aktive Mitglieder und Förderer, die genau wie wir, dem Norden die Chance auf Unabhängigkeit ermöglichen wollen.

Open Source ist:

- Lizenzkostenfrei

- Unabhängig

- Flexibel

- Sicher

Schule und Bildung

INOSCENO unterstützt Aktivitäten an Schulen. Unser derzeitiges Schulprojekt:
Schülerfirma an der Regional-Schule Vellahn

 


 

Informationen für Eltern zum Thema Internet und Soziale Netzwerke

Generation 50plus

Speziell für die Generationen, die nicht mit dem Computer aufgewachsen sind.

Cloud Computing - arbeiten in der Wolke

Cloud Computing heißt erst einmal nichts anderes, als daß sich einige oder alle Vorgänge in einer imaginären Wolke (also diffus im Internet verteilt) abspielen. Es gibt viele verschiedene Formen von Cloud Computing:
- Einfache Dateispeicherung (Online Speicher oder Onlinefestplatte)
- Email-, Kalender-, Kontakt- und Aufgabenverwaltung (PIM, Personal Information Manager)
- Datenerfassung, -speicherung und -bearbeitung im Internet
- Soziale Netzwerke
- Computer ohne Beriebssystem

Datenspeicherung

Die reine Datenspeicherung im Internet gibt es im Prinzip schon so lange, wie es Internetseiten gibt. Erst die schnellen Internetverbindungen haben aber die Speicherung von Daten attraktiv werden lassen, denn eine 2 oder gar 50 GB große Online Festplatte bei einem ISDN-Anschluß nutzt gar nichts, die Ladezeiten wären viel zu lang. Es gibt viele Anbieter, die diesen Service heute kostenlos oder gegen ein sehr geringes Entgelt anbieten. Viele dieser Anbieter sind werbefinanziert und die Daten nur über ein Webinterface zu erreichen. Es gibt aber auch Anbieter, die Verbindungen per FTP oder sogar SSH zulassen. Für den Anwender ist es hierbei oft wichtig zu wissen, wo und vor allem wie seine Daten gespeichert werden, wie groß das Risiko eines Absturzes ist oder wer die eigenen Daten evtl. lesen könnte. Wir werden auf diese Fragen ausführlich in einem anderen Artikel eigehen.

Email und Co.

Früher haben Emaildienste die Mails einfach gesammelt und mit dem POP3-Protokoll konnte der Anwender diese dann auf seinen Rechner herunterladen und lesen. Der Vorteil war, die Daten lagen nur kurze Zeit außerhalb des Einflußbereichs des Nutzers, aber es gab einen riesigen Nachteil, alle Emails waren nur auf einem einzigen Computer verfügbar. Seit das IMAP-Protokoll sich mehr und mehr verbreitet hat, werden Emails auf zentralen Servern gelagert und der Anwender kann von jedem Computer auf der Welt mit Internetanschluß seine Mails lesen und bearbeiten. Sogar mit Smartfone oder Handy ist dies möglich. Kaum jemand weiß wirklich genau, wo sich seine Mails gerade befinden, aber das ist auch gar nicht wichtig.
Ein positiver Nebeneffekt sind die verschiedenen Zusatzdienstleistungen, die dazugehören, wie z.B. die Kontaktverwaltung. Auch die Adressen und sonstigen personenbezogenen Daten werden in dem Email-Postfach gespeichert. Ein Kalender und eine Aufgabenliste gehört heute einfach dazu.
Das alles gibt es bei den meisten Anbietern kostenlos mit mehr oder weniger Werbung drumherum, denn irgendjemand muß das ja alles bezahlen.

Online-Anwendungen

Unternehmen, wie z.B. Google, bieten heute Möglichkeiten, den gesamten Büro-Arbeitsablauf online zu erledigen. Egal ob Briefe geschrieben, Tabellen ausgewertet, Zeichnungen oder sogar Präsentationen erstellt werden sollen, ein Programm ist hierfür nicht mehr notwendig - dies kann man alles online erledigen. Die so erstellten Dokumente können natürlich auch online gespeichert werden oder per Email verschickt. Und selbstverständlich können auch lokale Kopien heruntergeladen werden in vielen offenen und proprietären Formaten, so daß eine Weiterverarbeitung jederzeit mit fast jedem Programm möglich ist.
Das ganze geht noch einen Schritt weiter, denn während ich ein Dokument bearbeite, können alle, denen ich das Recht dazu eingeräumt habe, dieses Dokument gleichzeitig mit mir bearbeiten und das egal an welchem Ort der Welt sie sich gerade befinden.
Bei Online-Anwendungen brauche ich mir als Anwender auch keine Gedanken darüber machen, ob ich die gerade aktuellste Version verwende, es gibt nur diese, dafür hat der Dienstleister schon gesorgt.
Auch bei diesem richtigen "Cloud-Computing" gibt es sowohl kostenlose Dienste wie auch kostenpflichtige.

Soziale Netzwerke

Auch soziale Netzwerke sind eine Form von Cloud Computing. Durch die unzähligen Fotos und Videos die "upgeloaded" werden sind sie wohl der größte online Datenspeicher überhaupt. Fast alles läuft "online" ab und erst recht die vielen "Apps" sind natürlich online Anwendungen. Soziale Netzwerke sind aber trotzden eine Sonderform und werden in einem anderen Artikel behandelt.

Computer ohne Betriebssystem

Auch dies ist eine Sonderform, die aber in den nächsten Jahren sicherlich mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird. Genaugenommen gibt es natürlich keinen Computer ohne Betriebssystem, aber es reicht einem Computer, wenn er weiß, woher er seine Anweisungen bekommen kann. Solche Rechner enthalten ein absolutes Minimal-Betriebssystem, welches nur den einen Zweck erfüllt, sich mit dem Internet zu verbinden. Alles weitere bekommt der Rechner von dort, sein richtiges Betriebssystem und natürlich alle benötigten Programme, wobei die meisten davon nichts anderes als Erweiterungen des Browsers sind. Im Prinzip ist es so, wie vor 30 Jahren - nur das es damals Disketten waren und nicht das Internet, aber das Prinzip ist das Gleiche.

 
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